Bioabfälle fallen in jedem Haushalt an – Küchenabfälle, Obst- und Gemüsereste oder Gartenabfälle wie Laub und Rasenschnitt. Wer diese organischen Abfälle richtig verwertet, leistet einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung. Doch wie sollte man Bioabfall am besten entsorgen: über die kommunale Biotonne der KELL GmbH oder durch Eigenkompostierung im eigenen Garten? In diesem Beitrag erklären wir die Unterschiede, Vor- und Nachteile sowie praktische Aspekte beider Wege.
Was zählt zu Bioabfall?
Bioabfall umfasst alle organischen Abfälle pflanzlicher und tierischer Herkunft, die biologisch abbaubar sind. Dazu gehören:
- Obst- und Gemüsereste
- Kaffee- und Teesatz
- Eierschalen
- Brot- und Nahrungsmittelreste
- gekochte Speisereste und Knochen
- Gartenabfälle (Laub, Rasenschnitt, Pflanzenreste)
Im Landkreis Leipzig gehören diese Bioabfälle in die grüne Biotonne der KELL GmbH – frei von Plastik oder anderen Fremdstoffen. Die Entsorgung dieser Abfälle über die Restabfalltonne ist nicht zulässig.
Die Biotonne im Landkreis Leipzig
Vorteile der Biotonne
- Regelmäßige und zuverlässige Sammlung: Die Biotonne wird im festgelegten Abholrhythmus alle 14 Tage geleert – ohne dass Sie einzelne Entleerungen bezahlen müssen.
- Effiziente Verwertung: Bioabfälle werden zentral verarbeitet: Sie dienen der Erzeugung von hochwertigem Kompost und erneuerbarer Energie (Biogas).
- Bequeme Handhabung: Sie müssen nur sortenrein trennen. Kein Aufwand mit Kompostpflege oder Platzbedarf.
Was ist zu beachten?
Strikte Sortierung erforderlich: Nur organische Abfälle dürfen hinein – Plastik, auch sogenannte „kompostierbare“ Plastiktüten, gehören nicht in die Biotonne, da sie die Kompostierung beeinträchtigen.
Richtige Befüllung ist ein Muss: Falsch befüllte Biotonnen können stehen bleiben und müssen ggf. nachsortiert werden. Seit der Bioabfallverordnung ist der Fremdstoffanteil auf ein Minimum beschränkt.
Was darf rein (Beispiele)?
Die grüne Tonne darf u. a. enthalten: Obst- und Gemüseabfälle, Kaffeesatz, Teebeutel, Pflanzenreste, Laub, Rasenschnitt, kleine Gartenabfälle
Was darf nicht hinein?
Plastiktüten (auch kompostierbare!), Windeln, Staubsaugerbeutel, Metalle, Glas, Kunststoffreste …und andere nicht-organische Stoffe.
Eigenkompostierung im eigenen Garten
Eigenkompostierung bedeutet, Ihre Bioabfälle direkt im Garten zu verwerten und selbst Kompost zu erzeugen.
Der Benutzungszwang der Biotonne entfällt nach schriftlicher Anzeige des Anschluss- oder Überlassungspflichtigen nur, wenn sämtliches auf dem Grundstück anfallendes Bio- und/ oder Grüngut nachweislich ordnungsgemäß und schadlos vor Ort kompostiert und verwertet wird. Dies ist im Antrag nachvollziehbar und unter Beifügung aussagekräftiger Unterlagen bzw. Beschreibungen darzulegen und zu begründen: Anzeige der Eigenverwertung
Vorteile
- Direkte Nutzung im Garten: Sie können den selbst erzeugten Kompost sofort als nährstoffreichen Bodenverbesserer verwenden.
- Natürlicher Kreislauf ohne Transport: Keine Abholung nötig, ideal für Gartenliebhaber.
Nachteile
- Platzbedarf & Aufwand: Ein funktionierender Kompost braucht Platz, regelmäßiges Umsetzen und Pflege.
- Nicht für alle Abfälle geeignet: Bestimmte Essensreste und große Mengen Küchenabfälle können Schädlingsprobleme oder Gerüche verursachen, wenn sie nicht fachgerecht kompostiert werden.
Fazit
Die Entscheidung zwischen Biotonne und Eigenkompostierung im Landkreis Leipzig hängt ganz von Ihren Lebensumständen, dem Platzangebot und Ihren persönlichen Zielen ab. Beide Wege sind wichtige Bausteine einer nachhaltigen Abfallwirtschaft und tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen und Energie sowie wertvollen Kompost zu gewinnen. Auch die Kombination aus Komposter und Biotonne kann sinnvoll sein, im Hinblick auf Bioabfälle, die aus hygienischen Gründen aufwendig zu kompostieren sind.
Mit der grünen Biotonne der KELL GmbH haben Haushalte eine komfortable und umweltfreundliche Lösung.
Weitere Informationen unter: Entsorgungswege – KELL Kommunalentsorgung Landkreis Leipzig GmbH